In Bad Stebens Traditionsgaststätte, dem „Goldnen Löwen“, trafen sich dieser Tage zwanzig interessierte Bürger um mit den Kommunalpolitikern der örtlichen CSU über die verschiedensten Anliegen zu sprechen.
Vorsitzender Christian Wages betonte eingangs, dass der Stammtisch jedem Gelegenheit bietet ohne Vorgabe bestimmter Themen über Ärgernisse zu sprechen, Anregungen vorzutragen oder Lob anzubringen und freute sich über den guten Besuch.
*Neubau EDEKA* Gleich zu Beginn lobte Max Röstel den für 2012 geplanten Neubau des EDEKA-Marktes und sah darin eine Verbesserung des Versorgungsangebotes. Röstel mahnte allerdings auch einen Ersatz für die Skater Anlage an, da die Jugendlichen diese Freizeitflächen bräuchten; er regte im Zuge der geplanten Verlegung an den Festplatz auch die Errichtung eines Eisplatzes an.
*Zuschuß Friedhof* Die Sanierung der Wege des Bad Stebener Friedhofes war ein besonderes Anliegen von Kirchenvorsteher Hans-Jürgen Borutta. Dieser freute sich über die Mitteilung, dass der Markt Bad Steben in seinem Haushaltsentwurf für 2012 einen Zuschuss von 50.000 Euro an die evangelische Kirchengemeinde als Träger vorgesehen habe. Somit könne dieses Projekt 2012 zügig vorankommen.
*Kneipp-Tretbecken* Auf die Bedeutung der Kneipp-Anlagen im Ludwig-Müller-Park und in der Nähe der Sprungschanze wies Walter Spörl hin und Peter Diezel unterstrich, dass gerade die Anlage im Ortskern bei den Gästen sehr beliebt sei.
*Badstraße* Erwartungsvoll sehen die Anwesenden der anstehenden Sanierung der Badstraße als gelungenen Mosaikstein in der Ortsgestaltung entgegen. Allerdings warf Stefan Romankiewicz die Frage auf, ob eine Neupflanzung der Baumreihe nicht doch die sinnvollere Lösung darstellen würde und Jens Müller unterstrich diese Auffassung mit den Worten: “Die Sanierung der Badstraße ist doch keine Maßnahme für den Moment, sondern für die längere Zukunft!“
*Straßensanierung Thierbach/Bad Steben* Über den Zustand der Staatsstraße von Thierbach nach Bad Steben echauffierte sich Walter Löhner, der sogar die Tiefe der Löcher nachgemessen hat und die derzeitige Situation als Armutszeugnis für den Staat bezeichnete. Wie Bürgermeister Bert Horn hierzu mitteilte, habe das Staatliche Bauamt mittlerweile eine Sanierung der Straße für das laufende Jahr zugesagt. Und Bruno Jacob forderte den zügigen Bau des Fuß- und Radweges zwischen Bad Steben und Lichtenberg.
Die Frage von Jens Müller, ob in Bad Steben an die Einführung von Umweltzonen für KFZ gedacht sei verneinte der Bürgermeister und wies auf die im vergangenen Jahr vom Landesamt für Umwelt in Bad Steben durchgeführten Messungen hin. Hier hätten sich für Feinstaub, Stickoxide und Ozon durchwegs gute bis sehr gute Werte ergeben. Und Andreas Weinrich, Geschäftsführer der Spedition Bischoff, betonte, dass Umweltzonen nur in Städten mit erhöhter Feinstaubbelastung vorgesehen und sinnvoll seien.
*Energiewende* Im Hinblick auf die Umsetzung der Energiewende wies Bürgermeister Bert Horn auf die sehr weit auseinander gehenden Meinungen innerhalb der Bevölkerung und der verschiedenen Interessensgruppen hin. Hier gelte es, sich möglichst frei von Emotionen sachbezogen mit der Thematik zu befassen. Das Vertreten ideologischer Grundsatzpositionen bringe den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region nicht voran.
Es sei allgemein anerkannt, dass der erste und effektivste Schritt die Energiewende zu vollziehen die Einsparung von Energie ist; die Handelnden vor Ort könnten hier ein persönliches Beispiel geben und so auch überzeugender die Gesamtthematik vertreten. Insgesamt sprach sich der Bürgermeister dafür aus, die unterschiedlichen Meinungen zu achten und einen Konsens zu suchen der am Ende auch von einer Mehrheit innerlich wirklich mitgetragen wird.
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